"Der blaue Hase Fridolin"

Nach dem gleichnamigen Bilderbuch von Susanne End und Michael Bögle

Erzähltheater mit Figuren und Musik zum Mitsingen für kleine Hasen ab 3

Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Freiburg

Themen: den eigenen Weg finden, Anders-sein, (Selbst-)Akzeptanz,Wissbegierde, Ostern

 

Spielfläche: 3m breit x 2,5m tief
Dauer: ca. 45 Minuten
Verdunkelung: erwünscht
Musik: nicht GEMA-pflichtig

 
Text, Figuren, Spiel: Susanne End
Regie: Martin Bachmann
Grafik: Michael Bögle
Fotos: Stefan Broß

 

Inhalt:

Fridolin ist kein bisschen vorsichtig und ängstlich, so wie die anderen Hasen.
Und dann ist er auch noch blau! Und so neugierig, dass seine Eltern, die Bammels,
Ohrensausen bekommen von all seinen Fragen. Weil sie keine Antwort wissen,
versucht Fridolin alles alleine heraus zu finden. Er probiert ständig verrückte
Sachen aus
und treibt damit die Bammels schier zur Verzweiflung. Aber eines
Tages bedroht der Fuchs die ganze Hasenfamilie. Da kann Fridolin zeigen,
dass er nicht nur dummes Zeug gelernt hat. Und alle sind froh, dass er so ein
verrückter Hase ist. Schuhubert, der alte Uhu, meint sogar, dass Fridolin das
Zeug zum Osterhasen hat!

In dieser Inszenierung tritt Susanne  End als "Sabine" auf, die als Kind solch ein Angsthase war, dass der mutige Osterhase Fridolin einfach bei ihr geblieben ist.

Sie erzählt die lustige und spannende Hasengeschichte gemeinsam
mit Fridolin, der natürlich dauernd seinen Senf dazu gibt. Und Fridolin kann
sogar singen
! Er hat sein eigenes Hasenlied, das er den Kindern beibringt .
Zur Erinnerung dürfen sie es auf einer Postkarte von Fridolin mit nach Hause nehmen.

Presse:

Badische Zeitung  Marion Klötzer

Anspruchsvolles Kindertheater ist eine diffizile Sache, geht es doch darum, ein unerfahrenes Publikum in andere Welten zu entführen, ohne es über- oder unterfordern. Ein gelungenes Beispiel zeigte Susanne End mit ihrem "Happy End Figurentheater"  im Freiburger Haus der Jugend. Nach ihrer letzten Produktion "Piratenlilly" gab sie pünktlich zu Ostern die Premiere vom "Blauen Hasen Fridolin" als  Erzähltheater mit Figuren und Musik. Dessen löffelohrige Abenteuer hatte End schon 2003 als Bilderbuch veröffentlicht, von Michael Bögle illustriert.

Offen und sichtbar wie im Kinderspiel entwickelt die studierte Figurenspielerin unter frühlingsgrünem Sonnenschirm mit einem Koffer voller Spielzeug ein bezauberndes Objekttheater: Wie der damals noch feldhasenbraune Fridolin mit seiner leidenschaftlichen Neugierde die schrullige Hasenmutter zur Verzweiflung treibt, wie er folgenschwer an den blauen Färberveilchen knabbert, wie er schwimmen, klettern und bellen lernt - und schließlich den Fuchs vertreibt. Zugegeben, wieder einmal eine Geschichte vom gelebten Anderssein, aber mit viel Wortwitz, Situationskomik und Liebe zum Detail aufs Stimmigste zum Besten gegeben. Denn wenn End mümmelnd, lispelnd, polternd ihre Hasenfamilie zum Leben erweckt, mit dem Slogan "Öhrchen putzen, Möhrchen stutzen" das ganze, langweilige Hasenleben zusammenfasst und den Fuchs als wienernden Klappmaul-Bösewicht gibt, entzückt das nicht nur kleine Zuschauer. Dabei sind die Effekte schlicht, aber wirkungsvoll, der Erzählrhythmus lebendig und doch geruhsam - gelungenes Kindertheater eben.